ERWARTEN WIR GETROST, WAS KOMMEN MAG. GOTT IST BEI UNS AM MORGEN UND AM ABEND UND GANZ GEWISS AN JEDEM NEUEN TAG.
Im Blick auf den bevorstehenden JAHRESWECHSEL grüßen wir Euch mit einem Lied. Es ist die Vertonung eines Gedichts aus der Feder des Namenspatrons unserer Kirche in Forst. Der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime Dietrich Bonhoeffer hatte diese Verse einem Brief an seine junge Verlobte Maria von Wedemeyer angefügt. Er hatte sie als „Weihnachtsgruß“ während seiner Haft im Kellergefängnis der Gestapo in Berlin verfasst. Damals musste er bereits mit seiner Hinrichtung rechnen. Tatsächlich wurde er wenige Monate später am 19. April 1945 im KZ Flossenbürg auf ausdrücklichen Befehl Hitlers ermordet. Das Gedicht Dietrich Bonhoeffers ist getragen von dem Vertrauen, dass selbst die ungewisseste Zukunft von Gottes Vorsehung und Liebe bestimmt ist. Das Bekenntnis zu den „guten Mächten“, in denen Gott den Seinen allezeit nahe ist, hat Bonhoeffers Verse zu einem Text werden lassen, der unzählige Menschen selbst in schwierigen Situationen getröstet und im Glauben gestärkt hat. Er wurde vielfach vertont und in etliche Gesangbücher aufgenommen. Im „Evangelischen Gesangbuch“ und im katholischen „Gotteslob“ als Lied zur Jahreswende. Am populärsten wurde es wohl in der Version des Liedermachers Siegfried Fietz. Wir präsentieren es Euch hier in einer Bearbeitung für Chor und Orchester. https://youtu.be/3C8v9icR6yA