Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Forst

 
Das evangelische Gotteshaus wurde im damaligen Neubaugebiet Birkig errichtet und 1973 eingeweiht. Sein Name erinnert an den evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der wegen seines Widerstandes gegen die NS-Diktatur 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde.

Die schlichte Dachkonstruktion der Kirche mit dem sichtbaren Gebälk im Gottesdienstraum soll nach den Plänen des Architekten an den „Stall zu Bethlehem“ erinnern. Von der Gesamtkonstruktion her ist die kleine Kirche von Anfang an als multifunktionales Gemeindezentrum konzipiert worden. Der freundliche lichtdurchflutete Gottesdienstraum wird auch in vielfältiger Weise für diverse Gemeindeveranstaltungen genutzt. Im Untergeschoss befinden sich Räume für die Kinder- und Jugendarbeit sowie für Gruppentreffen aller Art. Sowohl der Haupteingang der Kirche als auch die Räume im Untergeschoss sind barrierefrei zu erreichen.
 
Aquarell von Lothar Gärtner, 2011
Das weitläufige und teilweise nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltete Gelände um die Kirche herum lädt in besonderer Weise zu Gottesdiensten im Grünen, Gemeindefesten und anderen Open-Air-Veranstaltungen ein. Vor der Kirche befindet sich ein vollständig durch Spenden finanzierter freistehender Glockenträger. Er wurde am Reformationstag 2010 offiziell eingeweiht. Durch seine transparente und filigrane Konstruktion bildet er zusammen mit dem schlichten Kirchengebäude und einem schönen Bestand schattenspendender Bäume ein stimmiges Ensemble, das sich gut in das Ortsbild einfügt. In der unmittelbaren Umgebung gibt es reichlich Parkgelegenheiten.
 
Anschrift:
76694 Forst
Sudetenstraße 2
 
 
 

Der Namenspatron unserer Kirche

Gedenktafel im Foyer der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
 
Dietrich Bonhoeffer wuchs in Berlin auf und studierte Theologie in Tübingen, Rom und Berlin. Nach seiner Promotion war er Vikar in Barcelona, habilitierte sich und kam dann 1931 als Privatdozent für Evangelische Theologie nach Berlin. Daneben war er Studentenpfarrer und kümmerte sich um schwierige Jugendliche im Berliner Arbeiterviertel Wedding, die er zur Konfirmation führte.
 
Mitarbeiter der Bekennenden Kirche
 
Schon früh trat Bonhoeffer für die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen ein. Bereits ab 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung. Als es der hitlertreuen Bewegung der „Deutschen Christen“ gelang, in vielen Landeskirchen die Macht an sich zu reißen, erkannte Bonhoeffer, dass es hier nicht um zweitrangige innerkirchliche Kämpfe ging, sondern um das Bekenntnis zu Jesus Christus.  Als Mitarbeiter der Bekennenden Kirche wurde er zu einem der führenden Theologen der kirchlichen Oppositionsbewegung.
 
Früh schloß er sich dem Widerstand an
 
1935 leitete er als Direktor das Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finkenwalde. 1936 entzog ihm der Kultusminister die Lehrbefugnis an der Universität. 1937 folgte die Schließung des Predigerseminars, das aber noch bis 1940 illegal weiterbestand. 1938 schloss sich Bonhoeffer dem Widerstand gegen Hitler um Wilhelm Franz Canaris an. 1940 erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später am 9. April 1945 auf ausdrücklichen Befehl Hitlers als einer der letzten NS-Gegner im Konzentrationslager Flossenbürg von der SS ermordet.
 
Großer Einfluß auf die Theologie des 20.Jahrhunderts
 
Bonhoeffer hinterließ zahlreiche Schriften. Obwohl sie teilweise fragmentarisch geblieben sind, haben sie die Theologie des 20. Jahrhunderts nachhaltig beeinflusst. Bonhoeffer trat in Theorie und Praxis entschieden für eine weltweite Ökumene ein und war nicht zuletzt in Folge seiner zahlreichen Auslandsaufenthalte international hervorragend vernetzt. Er war stark von der Bergpredigt geprägt und hat sich intensiv mit Fragen der gelebten Nachfolge Jesu beschäftigt. Dabei ging es ihm um die konsequente Übereinstimmung von Glauben und Handeln, die er ja auch selbst in überzeugender Weise vorgelebt hatte. Der letzte von Bonhoeffer zum Jahreswechsel 1944/45 noch in Gestapo-Haft geschriebene Text ist das später sehr populär gewordene Gedicht „Von guten Mächten treu und still umgeben“. Heute ist es ein viel gesungenes geistliches Lied. 
 
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