ÖKUMENISCHER OPEN-AIR-GOTTESDIENSTGenau in die Woche zur Eröffnung des Jubiläums 50 Jahre Dietrich-Bonhoeffer-Kirche fiel in diesem Jahr der Termin für den alljährlichen ökumenischen Gottesdienst in Forst, zu dem die Pfarrgemeinde St. Barbara und der Evangelische Predigtbezirk Forst eingeladen hatten. Die vom Ökumenekreis vorbereitete und von Gemeindereferentin Maria Fischer und Pfarrer Wolfgang Brjanzew geleitete Feier stand unter dem Thema „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Sie war unter Bezugnahme auf das bekannte und später mehrfach vertonte Gedicht von Dietrich Bonhoeffer als Einladung zu Hoffnung und Vertrauen auf Gottes Gegenwart auch in schwerer Zeit gestaltet. Nach der gemeinsamen Eröffnung und der Begrüßung durch Gemeindereferentin Maria Fischer begaben sich die anwesenden Kinder zum ökumenischen Kindergottesdienst, der parallel zum Erwachsenengottesdienst stattfand. Die große ökumenische Gottesdienstgemeinde durfte sich in doppeltem Sinne über Sonne am Morgen freuen. Einerseits wegen des herrlichen Sonnenscheins am Himmel über dem Platz neben dem Seniorenheim im Kirchengarten und andererseits wegen des im Gottesdienst mitwirkenden Chores namens „Sonne am Morgen“. Seine Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Ulrich Holzer luden mit ihren verhalten und doch zugleich ausdrucksstark vorgetragenen geistlichen Liedern zum aufmerksamen Hören und Mitsingen ein. Nach einem Anspiel in Forster Mundart und einem vom Ökumenekreis vorgetragenen „Steckbrief“ zur Person des Theologen und wegen seines Widerstandes gegen das Naziregime auf Befehl Hitlers ermordeten Dietrich Bonhoeffer, hielt Pfarrer Wolfgang Brjanzew seine Predigt über Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten treu und still umgeben“. Dabei wurde deutlich, dass Bonhoeffers Engagement als Christ selbst unter den allerschlimmsten Bedrohungen und bis ins Martyrium hinein auf tief empfundenem Gottvertrauen gründete. Er bezog seine Kraft aus der Gewissheit, die er in seinem zum Jahreswechsel 1944/45 geschriebenen Gedicht in die Worte gefasst hatte: „Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“. Selbstverständlich wurde die von Siegfried Fietz komponierte Liedfassung des Bonhoeffergedichts auch von der Gemeinde gesungen. Die am Schluss von den Mitgliedern des Ökumenekreises vorgetragenen Fürbitten endeten jeweils mit der Bitte um Gottes Gegenwart „am Abend und am Morgen“.