Anschaulich erzählte die Referentin von eigenen Schicksalsschlägen und wie auch sie Zeiten erlebt hatte, in denen sie mit Gott und dem Schicksal haderte. Aber dann gespürt habe, dass sie verhindern musste, dass sich die Tränen festbeißen, auch wenn sie wichtig sind.
Sie zitierte den Spruch von Viktor Frankl, der nach 3 Jahren Konzentrationslager sagte: „Der Humor ist eine Waffe der Seele im Kampf um ihre Selbsterhaltung“ oder den Spruch an ihrer Pinnwand: „Wenn du in der Lage bist, in einer schwierigen Situation ein Stück Humor zu finden, dann hast du gewonnen“. Wir können etwas dagegen tun, dass wir nicht schwermütig und mutlos werden, nicht resignieren. Es ist wichtig, was wir daraus machen und wie wir darauf schauen. So hat Frau Stuhlmüller die Geschichte einer Frau erzählt, die sich jeden Morgen in die linke Hosentasche ein paar Murmeln steckte. Wenn ihr im Laufe des Tages etwas Schönes begegnete, legte sie eine Murmel von der linken in die rechte Tasche und erinnerte sich damit dann abends an die schönen Dinge. Dafür dürfen wir dankbar sein.
Besonders hob die Referentin hervor, wie wichtig es ihr ist, in schweren, herausfordernden Zeiten auf Gott zu vertrauen, auch wenn sie manches nicht verstehen kann. Ihre Erfahrung ist, dass sie mitten im Leid Gott noch einmal ganz neu, ganz anders begegnen kann. Den Zuhörerinnen sagte sie zu:
„Gott geht mit Ihnen und glauben Sie, keine Aufgabe, die vor uns liegt, ist nicht größer, als die Kraft, die hinter uns steht.“
Abgerundet wurde der kurzweilige Vortrag durch die musikalische Begleitung von Jana & Meike Wendel.
Andrea Stockenberger